global einheitliche ISO-Norm für Naturkosmetik oder weltweit unterschiedliche private Naturkosmetik-Zeichen ? ICADA zertifizierte Naturkosmetik

So lauten die Kritikpunkte:

  • Die ISO ist nur eine Definition und ist nicht wie eine Norm zertifizierbar.
    • Das stimmt, es wird allerdings nicht darauf hingewiesen, dass die Berechnungsmethode für die Indices zertifizierbar ist
  • Die Zertifizierung nach der ISO ist nicht nachvollziehbar.
    • Die Firmen können die Berechnungsgrundlage auf Ihrer Firmen-Website veröffentlichen
  • Es gibt keine Gehalts-Grenzen oder Kategorien mehr
    • Dies ist aber tatsächlich im Gegenteil ein Vorteil, denn es wird auf komplizierte Kategorien verzichtet und stattdessen werden einfache Zahlen für den natürlichen Gehalt angegeben
  • Die ISO entspricht nicht dem Verbraucherverständnis von Naturkosmetik
    • In Europa sieht sich der Verbraucher einem Dschungel an Zeichen gegenüber, global gilt dies allerdings nicht. Das globale Verbraucherverständnis bezieht sich auf die ISO
  • Es fehlt eine Positivliste
    • Positivlisten haben für den Verbraucher keine Bedeutung und Fachleute können die Eignung eines Stoffes für die Naturkosmetik aus der Norm ableiten. Positiv-Listen wurden für Laien erstellt, die sich mit Naturkosmetik auseinandersetzen.

ICADA berät in diesem Thema die Naturkosmetik-Firmen und ermöglicht so unter Verwendung der ISO 16128 eine einfache Rezepturentwicklung mit einem hohen Grad an Natürlichkeit und ohne Unsicherheit, ob ein Rohstoff geeignet ist, oder nicht. Möchten Sie sich weitergehend informieren oder Ihre Naturkosmetik nach ISO 16128 berechnen lassen ? Dann kontaktieren Sie uns.

Die ISO 16128 bietet Vorteile für

Verbraucher

  • einfach verständlich für Verbraucher
  • eindeutige, leicht verständliche Inhaltsangaben
  • leichte Erkennbarkeit hochwertiger Natur-Authentizität

Handel

  • konzentriert sich auf den Kernpunkt: den natürlichen und bio Produkt-Inhalt
  • gibt leicht verständliche Zahlen für Werbung und Verpackungsaufdruck an
  • hat keine komplizierten Kategorie-Einteilungen, die Verbraucher nicht verstehen
  • sondern klare Zahlen für natürliche oder organische Anteile und erlaubte Derivate

Industrie

  • keine Einstiegskosten
  • verlangt von den Herstellern keine Zertifizierungskosten, keine Lizenzgebühren, keine Verbandsmitgliedschaften
  • zügig einsetzbar
  • Berechnung kann im eigenen Unternehmen statt durch Zertifizierer erfolgen
  • bisher übliche Zertifizierungen werden nicht zwingend nötig
  • strenge Kontrolle durch Wettbewerb: Wettbewerbsgesetzgebung und Artikel 20 der KVO
  • zusätzliche Kontrollen durch amtliche Überwachung zu erwarten
    (erfolgte bei üblichen Naturkosmetik-Labeln bisher nicht)
  • Ende der Markteinstiegs-Hürden
  • wieder mehr Angebote authentischer Naturkosmetik im Handel
    keine Handelsbeschränkung durch Einstiegskosten, nur weil man Naturkosmetik anbietet
  • mehr Qualität
  • Investition in Produktqualität und nicht in Label-Lizenzkosten und Zertifizierungs-Aufwand
  • individuelle Marken, Produktkonzepte, Pflanzen und Wirkungen treten wieder in den Vordergrund
  • Ende der Label-Image-Trittbrettfahrer als „Naturkosmetik-Firmen“
  • neue Markt-Chancen für mittel- und kleinständige Firmen

Der Molekülanteil natürlicher Rohstoffe muss mindestens 50% betragen. Das gibt hochwertiger Naturkosmetik die werbliche Möglichkeit, sich durch wesentlich höhere Naturanteile bis zu 100% auszuzeichnen und von ISO-Trittbrett-Fahrern abzusetzen.

Geäußerte Kritik

  1. Keine Regelungen zum Mindestgehalt an natürlichen bzw. ökologischen Stoffen, um Natur- oder Biokosmetik auszuloben
  2. Es gibt keine Vorgaben zu Produktkennzeichnung oder Werbeaussagen
  3. Sicherheitsaspekte für Mensch und Umwelt werden nicht behandelt
  4. sozio-ökonomische Kriterien gibt es nicht
  5. ethische Apekte werden nicht behandelt
    • gentechnisch veränderte Pflanzen
    • Rohstoffe von toten Tieren
    • Tierversuche
  6. Umwelt- und Abfallmanagement werden nicht behandelt
  7. Es gibt keine verbindliche Liste erlaubter und/oder verbotener Prozesse/Stoffe
  8. ISO 16128 muss zu einem hohen Preis gekauft werden
  9. Keine Harmonisierte Norm

ICADA-Bemerkungen zur Kritik:
(1) Hohe Qualität benötigt keine Angabe einer Mindestmenge, sondern zeichnet sich durch den höchst möglichen Anteil aus
(2), (3) Diese Punkte sind in der KVO geregelt
(4)-(6) Ziele einer Natur- und Bio-Kosmetik-Definition ist es, Natur- und Bio-Kosmetik zu definieren
(7) Hilflisten erlaubter Prozesse und Stoffe sind nur für Laien ohne Naturstoff-Kenntnis
(8) Die ISO 16128 muss nicht gekauft werden, die Berechnungsgrundlage wird bei den Nutzern offen einsehbar. Es müssen keine jährlichen Gebühren zur Nutzung der ISO 16128 gezahlt werden
(9) Noch nicht

Möchten Sie sich weitergehend informieren oder Ihre Naturkosmetik nach ISO 16128 berechnen lassen ? Dann kontaktieren Sie uns.

12 Kommentare

  1. Pingback: solars.biz
    1. Garnier wirbt bereits mit solchen Zahlen (96% natürlichen Ursprungs), auch wenn sie nicht explizit auf die ISO-Norm verweisen wird aus dem Wording deutlich, dass es nach ISO berechnet wurde.

      Darüber hinaus sind die Kriterien in meinen Augen leider zu lasch, da bereits Wasser 100% natürlich ist und ein Produkt, dass nur aus Wasser besteht daher auch 100% natürlich. Es gäbe also kaum noch Luft nach oben.

  2. ISO-Norm versteht man überall auf der Welt, die deutschen Zeichen sind in USA fast unbekannt. Warum nimmt man nicht endlich nur 1 Zeichen weltweit?

    1. Weil leider auch mit dem Zeichen der ISO nicht geworben werden darf. Setzt sich die ISO durch wird es auch weiterhin nicht „das eine“ Zeichen geben.

      1. Hallo Herr Badenser, wie in unserer Einleitung bereits beschreiben kann sehr wohl die Konformität zur ISO-Norm in der Werbung genutzt werden. Gern erläutern wir Details auf dem ICADA-Vivaness-Stand 7A-458

    1. Kann, muss aber nicht. Firmen können die Übereinstimmung zunächst auch nur behaupten. Dann läge es an der Behördlichen Kontrolle diese Fehlinformation aufzudecken und zu beanstanden.

      1. Hallo Herr Badenser, das stimmt nicht: die Werbung mit falschen ISO-Kennzahlen ist wettbewersrechtlich relevant und kann sofort von Wettbewerbern mit einfachen rechtlichen Mitteln unterbunden werden.

        1. Das setzt jedoch voraus, dass der Wettbewerber weiß, dass etwas falsch berechnet wurde, wozu er einblick in die Rezeptur haben müsste, was eher selten der Fall sein dürfte.

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