ehrliche kontrollierte zertifizierte Naturkosmetik ICADA

Naturkosmetik-Definitionen: von ehrlicher über kontrollierte zu zertifizierter Naturkosmetik mit Doppelkontrolle und der ISO 16128 für Naturkosmetik

Definition ehrlicher Naturkosmetik in Abgrenzung zu grünen Dosen mit konventioneller Kosmetik  war das Ziel des Autors beim weltweit ersten Naturkosmetik-Label. Ehrlichkeit war nicht weitreichend genug, so konzipierte der Autor in 1997 als erster den Begriff „kontrollierte Naturkosmetik“ (eingeführt im Februar 2001 durch einen bis dahin nicht so bekannten deutschen Verband). Bei ICADA, einer Gründung ehemaliger Vorstände und Mitglieder dieses Verbandes wurde die Herausforderung gestellt, ein an sich gutes Konzept nochmals zu verbessern. Der Begriff „zertifizierte Naturkosmetik“ wurde 2008 bei ICADA geprägt, denn die kontrollierten Naturkosmetikfirmen erhalten nach bestandener Kontrolle und anschließender ICADA-Doppelkontrolle ein Zertifikat. Seither nutzt die Naturkosmetik-Branche den von ICADA geprägten Begriff „zertifizierte Naturkosmetik“ als Produktgruppen-Bezeichnung. Hier ein Blick in die Details von einem Experten, der seit der ersten Stunde aktiv involviert ist.

Seit es Menschen gibt, gibt es auch Eitelkeit und Sorge um das Wohlergehen und so ist es leicht erklärbar, dass der Mensch auch immer auf der Suche nach Mitteln war, die das Aussehen verbessern und die Haut in gutem Zustand erhalten.

Da in den frühen Zeiten der Menschheit nur die Natur als Quelle von Rohstoffen, Präparationen und Mitteln jeder Art zu Verfügung stand, hat sich der Mensch zur Pflege der Haut aus der Natur bedient. So entwickelte sich in vielen Jahrtausenden Erfahrung im Umgang mit Naturstoffen und deren Anwendung zur Verschönerung und Pflege der Haut. Die resultierenden Mittel waren nicht nur Bestandteile des täglichen Lebens, Berichte über alte Kulturen erwähnen auch die besondere Bedeutung kosmetischer Mittel, die nur herrschenden Schichten oder exklusiv als Totenbeigaben vorbehalten waren. So entstand mit der jahrtausendelangen Erfahrung eine Kosmetikwissenschaft in erfolgreichem Einsatz von Naturstoffen als Hautpflege-Mittel.

Die Beliebtheit und damit der Bedarf an kosmetischen Mitteln stiegen stetig mit dem Anwachsen der Bevölkerung und bereits im 19. Jahrhundert wurden kosmetische Mittel in derart großen Mengen verwendet, dass industrielle Fertigung notwendig wurde. Aus dem großem Bedarf und dem Wunsch nach gleichbleibenden Produkteigenschaften unabhängig vom Zeitpunkt und Ort des Kaufs resultierten Anforderungen an Stabilität, Reproduzierbarkeit und ganzjährige Rohstoff-Verfügbarkeit, die aus natürlichen Quellen nicht mehr zu befriedigen waren. Die aufkommende Chemie-Industrie und deren petrochemische und synthetische Rohstoffe waren die opportunen Lösungen für das Problem.

Damit ging die Ära der reinen Naturkosmetik zu Ende. Als Markstein für den Scheideweg zwischen der heute konventionellen Kosmetik und reiner Naturkosmetik mag durchaus das Patent auf die kosmetische Anwendung von Vaseline im Jahre 1872 dienen. Die Naturkosmetik erfuhr dann aber wieder eine wahrnehmbare Renaissance durch Impulse aus der anthroposophischen Lebensweise und den Bewegungen der 60er Jahre.

Das zuständige deutsche Ministerium entwickelte in 1993 bereits eine Definition von Naturkosmetik und arbeitete diese dann nochmals 2010 weiter aus, um im Sinne des Verbraucherschutzes und der Verbraucheraufklärung Naturkosmetik-Produkte von konventioneller Kosmetik unterscheidbar zu machen. Auch in Österreich entwickelte man von behördlicher Seite eine Definition, den Codex B 33, der von einigen Firmen in Österreich, aber nicht darüber hinaus genutzt wird.

In 1995 kam ein Naturstoffchemiker zu einem 45 Jahare alten, unbekannten Verband, um sich dort für die Existenzsicherung kleiner Kosmetikfirmen (KMU) einzusetzen. Er lud unter anderen auch Naturkosmetik-Firmen zum Mitmachen ein, die eintreten wollten, wenn der Verband das Problem mit Nachahmern von Naturkosmetik ( konventionelle Kosmetik in grünen Verpackungen, Greenwashing ) löst. Zunächst als „ehrliche Naturkosmetik“ wurde vom Autor auf einer Sitzung im November 1997 dann das Konzept für die Richtlinie „kontrollierte Naturkosmetik“ vorgestellt. Mit führenden deutschen Naturkosmetik-Firmen wurde das Konzept in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zur global ersten, in der Praxis angewandten Industrie-Norm für Naturkosmetik fertig entwickelt. Produkte nach dieser Norm erhielten als Wiedererkennungszeichen (Label) die Symbole für die Rohstoffquellen der Naturkosmetik (blaue Meereswellen und grüne Pflanzenblätter gekrönt von der Sonne). Diese Label findet man heute noch einfarbig und fehlinterpretiert als menschliche Gestalt auf Naturkosmetik-Produkten. Die Projekt-Koordination der fertigen Naturkosmetik-Richtlinien-Version wurde dann einer Juristin anvertraut, die bei den Entwicklungsarbeiten nicht dabei gewesen war. Das war auch in Anbetracht der Notwendigkeit von Kenntnissen aus Kosmetikwissenschaft, Naturstoffchemie, Rohstoffkunde, Ethik-Kriterien und Zertifizierungsverfahren möglicherweise keine gute Entscheidung.

Die Idee einer Norm für Naturkosmetik zur Unterscheidung von Greenwashing-Produkten fand breite Anerkennung in Europa, aber nicht die exklusive internationale Durchsetzung durch die verantwortlichen Koordinatoren.Man animierte nur viele weitere europäische Organisationen, eine Vielfalt von ähnlichen, aber jeweils in Details unterschiedlichen Bio- und Naturkosmetik-Normen und –Zeichen anzubieten. Auch war eine Gruppe von großen Naturkosmetikfirmen wohl unzufrieden mit der Koordination und gründete 2007 einen eigenen Verband mit eigenem Zeichen. Das resultierende Durcheinander war für Verbraucher, Handel, Verbraucherschützer und Gutachter nicht mehr durchschaubar. Aus diesem Problem wurde das Konzept der ISO-Norm 16128 geboren. Aber dieses Mal war nicht ein kleiner unbekannter Verband, sondern der europäische Rohstoff-Verband Unitis der Gesprächspartner des Autors für die konzeptionelle Idee, die zunächst für die AFNOR und dann für die ISO-Gruppe umsetzbar gemacht wurde.

Firmen aus der ursprünglichen 90er Jahre-Arbeitsgruppe und der damalige Initiator der weltweit ersten Naturkosmetik-Norm fanden sich 2009 im Verband ICADA wieder zusammen, um unter ethisch einwandfreier Verbands-Führung nun die ursprünglichen Ziele weiterzuverfolgen. Daraus resultierte das Premium-Zeichen für Bio- und Naturkosmetik von ICADA, das die Unterstützung der kleinen und mittleren Naturkosmetik-Firmen zum Ziel hat. Eine gemeinsame Marke, Förderung der Authentizität des Naturkosmetik-Gedankens, Unterstützung von KMU in allen Branchenfragen und geringe Zeichen-Gebühren, die im Falle ICADA nicht einen Verband mit teuren Angestellten finanzieren brauchen, sind einige der besonderen Merkmale.

ICADA prägte die Kategorie „zertifizierte Naturkosmetik„. Diese Kategorie-Bezeichnung wird nun von der Naturkosmetik-Branche und sogar von Mitbewerbern genutzt, die bis dahin nur für die Bezeichnung „kontrollierte Naturkosmetik“ bekannt waren.

Derzeit geht ICADA wieder der Branche voran und hat das neue ICADA-Qualitätszeichen in Arbeit, das dem Verbraucher die Erfüllung seiner Kaufmotivation signalisiert. Details dazu erhalten Sie auf Anfrage.

Hier finden Sie das Ergebnis

Premium zertifizierte Bio und Naturkosmetik

einfach verständlich, geringe Kosten, geringer Aufwand, Vertrauen durch Doppelkontroll-System

Copyright Dr.Reinhold A.Brunke